Dienstag, 19. April 2016

Ein Wochenende in Samaipata

lecker Frühstück!
Das letzte Märzwochenende verbrachte ich mit Lea, einer Mitfreiwilligen aus Sucre in Samaipata. Das ist ein kleines Dorf drei Stunden vor Santa Cruz. Nachdem wir, Gott sei Dank, den Ausstieg nicht verschlafen hatten machten wir uns auf die Suche nach unserer Unterkunft. Lea hatte am Zwischensemiar Freiwillige von dort kennengelernt, die wir nun besuchten. Das Projekt befindet sich ca. 30 min zu Fuß außerhalb von Samaipata und wie durch ein Wunder fanden wir den Weg. Im Projekt wohnen drei deutsche und eine canadische Freiwillige, die zusammen sechs Mädchen aus schwierigen Verhältnissen versorgen. Neben diesem Heim für Mädchen gibt es noch eines für Jungen und für junge Mütter mit ihren Kindern. Den ersten Tag verbrachten wir im Dorf. Am Samstag durften wir das Projekt zu einer Taufe begleiten. Zuerst gab es einen langen Gottesdienst, danach die Taufen von ca. 10 Jugendlichen und um die Mittagszeit ein leckeres Buffet. Lea und ich sind danach zurück nach Samaipata gefahren, weil wir "El fuerte", das sind Inkaruinen, besuchen wollten.
                                                           El fuerte bei schlechtem Wetter
Leider haben wir das nicht mehr am Samstag geschafft, also erledigten wir das äußerst spantan am Sonntag. An diesem Tag wollten wir auch unsere Rückfahrttickets nach Sucre kaufen. Als wir endlich den Verkaufsstand gefunden hatten gab es allerdings nur Tickets für 120 Bs., was uns zu teuer war. Also entschieden wir einen anderen Verkaufsstand aufzusuchen. Dort waren die Tickets allerdings noch teurer. Der vorherige Verkaufsstand hatte derweil geschlossen und wir waren ohne Ticket. Also stellten wir uns am Abend vor eine Raststation und fragten ob in den Bussen noch zwei Plätze frei wären. Nachdem wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten fanden wir am Ende doch noch zwei Plätze und so kamen wir pünktlich am Montag in Sucre an.

Halbjahres Update


Die Hälfte ist schon um! Mittlerweile bin ich seit acht Monaten in Südamerika und in meinem Leben herrscht Alltag. Seit dem letzten Update nach drei Monten hat sich wieder viel geändert. Ich arbeite nun am Vormittag im Büro von CEMVA und am Nachmittag im "Centro Juvenil C".
Die Arbeit im Büro ist spannend, wenn ich gemeinsam mit der Sozialarbeiterin Familien besuche oder Verantwortung, wie bei der Organisation der Patenschaften, übernehmen darf. Allerdings gibt es auch Vormittage, an denen ich keine Aufgabe habe und die Arbeit sehr langweilig ist.
Rutschspaß im Parque Bolivar
Viel Besser gefallen mir deshalb die Nachmittage im Jugendzentrum. Solange ich Ideen habe, kann ich mit den Kinder verschiedenste Projekte oder Ausflüge durchführen. In erster Linie helfe ich gemeinsam mit einer bolivianischen Profesora bei den Hausaufgaben. An Freitagen wollen wir immer ein besondere Aktion mit den Kinder machen, wie z.B. ein Besuch im Parque Bolivar oder Geschenke basteln für den Vatertag.