Dienstag, 26. Januar 2016

Unsere dreitages Tour durch den Salar de Uyuni



 Welche sind die zwei touristischsten Orte Boliviens?
- Copacabana und Uyuni -

Zusammen mit zwei anderen Freiwilligen aus Sucre sind wir am Donnerstagabend mit der Flota Richtung Uyuni aufgebrochen. Dort sind wir um halb fünf in der Früh angekommen und uns erwartete erst einmal nichts. Gott sei Dank, wurden wir in ein kleines Cafe eingeladen und konnten bis die Sonne aufgegangen war dort frühstücken. Ein paar Stunden später saßen wir in einem Land Cruiser von Toyota auf dem Weg zum ersten Stop, dem "Cementerio de trenes". Einige Bilder später ging es weiter nach "Colcani" - einem kleinen Dorf mit vielen Touristenläden. Danach fuhren wir in den Salar. Zuerst kamen wir an kleinen Salzhügeln vorbei, auf die wir uns stellen konnten. Nun ging es über einen kleinen blubbernden See zu einem Gebäude aus Salz. Dort verbrachten wir unsere erste Mittagspause.

Den restlichen Tag besichtigten und fotografierten wir:
  • eine Insel "Incahuasi" mit hunderten Kakteen mitten im Salar
  • unsere Spiegelungen auf einem kleinem See (es hatte vor kurzem geregnet)
  • die Höhle "Galaxis" und einen leeren Friedhof
  • den Sonnenuntergang über dem Salar

Die erste Nacht verbrachten wir in einem kleinem Salzhotel. Am nächsten Tag ging es weiter über das scheinbar endlose Altiplano.
Wir kamen an
  • einem Feld aus Lavasteinskulpturen 
  • dem kleineren Salar de Chiguana
  • den "Arbol de piedra" - einem Baum aus Stein
  • einem rauchenden Vulkan "Tunupa"
  • den ersten Lagunen und Flamigos, wie die Laguna Cañapa und die Laguna Colorada
vorbei.

Die zweite Nacht verbrachten wir in einer bescheidenen Unterkunft, die mich sehr an die Hütten in den Alpen erinnerte. Dagegen war die erste Nacht purer Luxus.
Am dritten und letzten Tag mussten wir um vier Uhr aufstehen, damit wir wieder rechtzeitig in Uyuni ankommen würden. Dann auch an diesem Tag erwartete uns ein volles Programm:
  • dampfende und nach Schwefel stinkende Geysire

  • ein warmes Bad in heissen Quellen mit einmaliger Aussicht
  • weiter Lagunen mit Flamingos 
  • verschiedene Steinskulpturen
Nach einer lagen Rückfahrt kamen wir endlich in Uyuni an und bekamen ein Busticket für die Rückfahrt nach Sucre. Dort kamen wir am Montag in der Früh um halb sechs an.

Zwischenseminar

Vom 14.01.16 bis zum 18.01.16 ging das Zwischenseminar der Freiwilligen, die im September ausreisten.
Am ersten Tag fand eine Großaktion mit allen Freiwilligen vom BKHW in Bolivien statt. Es wurden die Spielplätze vom Wiñay und Villa Armonia "B" renoviert, der Saal vom Jugendzentrum "C" und die gesamten Räume im Wiñay gestrichen. Dieser Tag gab uns die Möglichkeit die beiden Gruppen (September und August Ausreisende) besser kennenzulernen.
Am nächsten Tag ging es zu einer wunderschönen, ruhigen Anlage nahe den "Siete Cascadas". Neben den Seminareinheiten konnten wir uns ausführlich über verschiedene Probleme in den Projekten austauschen, als auch ein wenig Ruhe und Zeit für uns selber zu finden.
In den Seminareinheiten ging es um,
  • die Vorstellung der Projekte mit ihren Vor- und Nachteilen
  • Reflektion der Probleme im Projekt
  • Reflektion des Freiwilligenjahres (wo war ich, bin ich und wo will ich hin)
  • die Erarbeitung von verschiedenen Themengebieten bezüglich Bolivien. Z.B. Bolivien und das Lithium im Salar de Uyuni, das neue Wirtschaftsmodell unter Evo Morales
Das Seminar hat mir sehr geholfen wieder auf den richtigen Weg zu gelangen und einen neuen Blickwinkel auf mein Projekt CEMVA zu bekommen. Besonders der Austausch mit anderen Freiwilligen hat mir gezeigt, dass in vielen Projekten ähnliche Probleme vorhanden sind und wie wir mit diesen Umgehen können. Dadurch bin ich nun wieder motiviert weiter das Beste aus meinem Jahr in Bolivien herauszuholen.

Dienstag, 5. Januar 2016

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016!!

Über Weihnachten bin ich mit einer anderen Freiwilligen und deren Gastgeschwister nach Villa Serrano gefahren. Die Fahrt dauerte vier Stunden und wir durchfuhren nicht mehr als fünf kleine Dörfer. Ich frage mich, wie die Menschen dort leben, denn zum Teil ging es über Schotterpisten und steile Pässe. Deutschland ist, finde ich, das Gegenteil. Alle paar Kilometer kommt eine Ortschaft mit Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Ärzten usw. Aber in den scheinbar unendlichen Weiten der bolivianischen Landschaft gibt es nur das, was der Boden hergibt oder den Handel an den Straßen, wo die Lastwagen fahren. Zwischen den einzelnen Dörfern gibt es immer wieder einzelne Hütten. Als wir dort vorbeifuhren, sah ich Kinder die an der Strasse standen und ihre Hände den vorbeifahrenden Lastwägen, Autos und Bussen zustreckten.
Am Abend kamen wir endlich in Villa Serrano an. Nun mussten wir uns eine Schlafmöglichkeit für die Nacht suchen. Über ein paar Kontakte landeten wir in einem kleinen Zimmer, dass aber vollkommen für  uns vier ausreichte. Schließlich machten wir uns wieder auf den Weg zur Plaza. Dort trafen sich Jugendliche um zur selbst gemachten Musik zu tanzen. Das war sehr lustig, bis es um ca. 24 Uhr zu regen begann und wir uns in unsere Schlafsäcke verkrochen. Der nächste Morgen begann mit einem leckeren Frühstück aus verschiedenen Mangos. (Hier in Bolivien gibt es vier verschiedene Mangosorten!) Danach kauften wir unsere Tickets für die Rückfahrt und besichtigten den kleinen Ort. Am Nachmittag ging es für uns wieder zurück nach Sucre.