Sonntag, 20. September 2015

Unsere ersten Tage in Sucre


Endlich angekommen wurden wir am Busterminal von unseren Gastfamilien abgeholt. Ich fuhr in die weltwärts-WG und Tobi in seine Gastfamilie. Am Abend gab es eine große Entrada zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt. Die verschieden Gruppen tanzten in bunten Kostümen zur Musik ihrer Bands, die aus verschiedensten Blasinstrumenten bestanden. Besonders faszinierend waren die unterschiedlichen Kostüme. 
Am Montag und in den darauf folgenden Tagen waren wir viel in der Innenstadt unterwegs um bei verschieden Polizeibüros und Fotografen unsere Visa zu beantragen. Dabei lernten wir die Innenstadt näher kennen, den Merquado Central, den Plaza de 26 Mayo, SAS der Supermarkt, den Merquado Campesino und den Tigo Laden. Diesem statteten wir aufgrund der immer wieder aufkommenden Probleme mit den Handys öfter Besuche ab. 
Am Ende der Woche besuchten wir unsere Projekte. Ich arbeite nun in Alegria, eine Einrichtung von CEMVA, mit Kinder von ca. zwei bis sechs Jahren und Tobias am Vormittag in einer Einrichtung für Kinder mit Behinderung und Nachmittags im Kinderheim Hogar Sucre. Am Montag ist unser erster Arbeitstag.


Unsere letzten Tage in La Paz und unser kurzer Aufenthalt in Santa Cruz


Am Donnerstag reiste meine Familie weiter nach Sucre und von da an waren wir nur noch zu zweit. Die restlichen Tag in La Paz kurierten wir beide unsere Erkältungen aus und fuhren über das Wochenende nach Achocalla. Achocalla ist ein kleiner Ort nahe La Paz, wo das Colegio Land besitzt um das Internat mit Lebensmitteln zu versorgen. Mit uns war die Gruppe des Jungeninternats da. Gemeinsam mit ihnen pflegten wir die kürzlich gepflanzten Bäume, die bedingt durch den lehmigen und steinigen Boden spezieller Pflege bedurften.
Am Dienstag endete unser fast zweiwöchige Aufenthalt in La Paz und per Flugzeug ging es weiter nach Santa Cruz. 

Die Unterschiede zu La Paz in Santa Cruz sind extrem:
                                La Paz                                        Santa Cruz
Luftfeuchte:        (gefühlt) 0%                                    (gefühlt) 99%
Temperatur:     (gefühlt) max. 10 °C                         (gefühlt) 35 °C
Vegetation:      braun, ohne Bäume                       grün, viele Pflanzen
Tiere:                Alpakas und Lamas                    alle Arten von Insekten  

Am nächsten Tag trafen wir auf die anderen Freiwilligen. Mit ihnen verbrachten wir drei Tage auf einer ruhigen Finka, wo die anderen ihr Jetlag aus schliefen, wir weitere Details zu unseren Einsatzorten bekamen und das BKHW in Bolivien kennen lernten. Nach diesen erholsamen Tagen machten wir uns auf die 16 stündige Busfahrt nach Sucre.

Donnerstag, 3. September 2015

La Paz



In unserer Ferienwohnung in Villa Fatima, einem Stadtteil von La Paz, angekommen, traffen wir einen Freund aus Deutschland zum Bergsteigen. Da dieser einige Tag Aklimatisationszeit benötigte, hatten wir genügend Zeit die Stadt zu besichtigen. Eine Fahrt mit der Seilbahn brachte uns nach El Alto. Dort gibt es einen grossen Markt, auf dem man alles von Kartoffel bis hin zu getrockneten Lamaföten für rituelle Zwecke kaufen konnte. Auch konnten wir beobachten, wie Opfergaben verbrannt wurden, um die jeweiligen Wünsche zu erfüllen. Im Anschluss besichtigten wir den Zentralfriedhof von La Paz.


Nach ein paar Tagen ging es eindlich in die Berge. Zuerst bestiegen wir den 5.320 Meter hohen Pico Austria und nach einer kalten Nacht in unseren Zelten ging es über den Gletscher auf den Pequeño Alpamayo (5.370hm). Einen Ruhetag später waren wir auch schon wieder im Bus auf dem Weg zum Basecamp des Huayna Potosí (6.088hm). Um 3:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Gipfel, da wir den gesamten Auf- und Abstieg in einem Tag machten. Dafür brauchten wir ca. 11 Stunden. Zwei aus unserer Gruppe bezwangen nach einer Nacht in La Paz den 6.439 Meter hohen Illimani. Der Rest der Gruppe fuhr die Todesstrasse mit dem Moutainbike hinunter. Diese geht auf ca. 64 km Strecke von 4.600 hm auf 1.200 hm in den Dschungel bergab.
An dieser Stelle stiegen wir aus dem Reiseprogramm aus. Teresa´s Familie flog weiter nach Sucre. Für uns beide geht es erst am 08.09 weiter nach Santa Cruz.

Isla del Sol


Zurück in Cuzco gings gleich weiter nach Puno. Mit dem Touristen-Bus brauchten wir dafür den ganzen Tag, da wir an verschiedenen Sehenwürdigkeiten auf unserem Weg halt machten. Leider blieben wir in Puno nur eine Nacht, weshalb wir die Stadt kaum besichtigen konnten. Am nächsten Morgen gings weiter über die Grenze zur Isla del Sol in Bolivien. Nachdem wir das meiste unseres Gepäcks in Copacabana deponieren konnten und traditonell zubereitete Forelle probiert hatten fuhren wir eine Stunde mit dem Boot über den Titicaca See zur Sonneninsel. Laut den Sagen der Inkas wurde auf der Insel die Sonne und auf der Nachbarinsel der Mond entstanden sein. Somit hat die Insel eine hohe spirituelle Bedeutung. Am Nachmittag besichtigten wir die Überreste der Sommerresidenz eines Inka Königs und am Abend den malerischen Sonnenuntergang über dem Titicaca See.
Gut ausgeruht wollten wir am nächsten Morgen die restliche Insel besichtigen. Aufgrund von schlechtem Wetter und Zeitdruck fuhren wir doch früher als geplant zurück nach Copacabana. Von dort aus ging es über eine Seeenge, die unser Bus auf einer abendeuterlichen "Fähre" überquerte,  weiter nach La Paz.